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Auftakt der Weltreise

#1 Kamerun

Posted by on 15. März 2012

Der Auftakt unserer langen Reise um den kulinarischen Globus führte uns an einen wahrlich exotischen Ort: den Wedding. Als Reisemittel buchten wir eine Zugverbindung der BVG, die uns letztlich mit der Trans-Berlin zur Seestraße beförderte. Nach kurzer Orientierungsphase war der rechte Pfad alsbald betreten und das erwählte Lokal erspäht: das Bantou Village in der Kameruner Straße (sic!). Das Jauchzen und Frohlocken ob dieser Entdeckung und der Erkenntnis, dass die Gaststätte auch geöffnet war, brach umso gewaltiger aus uns hervor als sich vorher ein gewisser Zweifel Über das Fortbestehen des Etablissements erhoben hatte. Anrufversuche am Vortage waren nämlich gescheitert. Doch zu unserem Glück erwies sich die Sorge nach Platzmangel als unbegründet: wir waren die einzigen Gäste.

Der verhältnismäßig authentisch eingerichtete Schankraum wurde von zwei großen Fernsehern dominiert, die uns fortan mit amerikanischem Hip-Hop beschallen sollten. Offensichtlich instruiert von der Chefin des Abends, wurden wir auch alsbald von einer freundlich lächelnden Bedienung auf englisch nach unseren Wünschen gefragt und mit je einer Speisekarte ausgestattet. Als es dann aber an die Bestellung ging, Übernahm die Chefin selbst die Angelegenheit und setzte uns darüber in Kenntnis, dass es Fleischspieße oder Fisch gäbe – die Speisekarte konnten wir offensichtlich getrost ignorieren. Das gewünschte King Beer gab es auch nicht, doch bekamen wir zwei große Flaschen (0,65l) “afrikanisches” Bier mit dem Namen Castel (was laut Etikett auch aus Kamerun kommt und von dem Wikipedia behauptet, dass es dort auch sehr beliebt sei). Besonders kalt war der Gerstentrunk zwar nicht, aber durchaus trinkbar.
Zwecks fester Nahrung entschieden wir uns für die angepriesenen Fleischspieße in wählbarer Anzahl (fünf sollte die Zahl unserer Wahl sein) und eine Portion Fisch – jeweils mit Kochbananen. Der Foufou, den wir dazu bestellen wollten, wurde uns als zähflüßiger, klebriger Brei beschrieben und uns für unseren nächsten Besuch nahegelegt – er sei sowieso gerade nicht vorrätig. Das tat unserer Vorfreude jedoch keinen Abbruch, zumal selbige noch mit einer großen Schale roter und offenkundig scharfer Sauce angefeuert wurde, die vorab nebst Maggi aufgetischt wurde. Das Essen selbst kam dann auch nach verhältnismäßig kurzer Wartezeit und entsprach optisch ziemlich genau dem Bestellten. Besonders der Fisch war auch nicht gerade knapp bemessen und stellte sich als durchaus sehr “fischig” heraus. Geschmacklich konnte das Essen in allen Belangen überzeugen, ohne jedoch mit großen Überraschungen aufzuwarten. Auch die Sauce sollte nicht enttäuschen und stellte sich als durchaus würzig und sehr lecker heraus. Obschon sie uns den Schweiß auf die Stirn trieb, war der Gaumen nicht nachhaltig beschädigt.

Alles in allem ein sehr gelungener Auftakt unserer Welttournee, der authentisches Ambiente, freundliche Bedienung, gutes Essen und passables Bier für einen durchaus angemessenen Preis vereinte. Wäre unser Programm nicht so gefüllt, könnte man eine baldige Rückkehr durchaus in Erwägung ziehen.

Bantou Village
Kameruner Straße 2
Preis für 3 Personen: 55,- EUR

Originalität
Service
Auswahl
Qualität
Restaurant
Preis/Leistung
 

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