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Ukrainische Hochzeitsfeier

#16 Ukraine

Posted by on 29. Juni 2012

Nach der Rückkehr meiner kleinen Exkursion über den Großen Teich stand zunächst eine Reise in das Gastgeberland der aktuell stattfindenden Fußball-Europameisterschaft an. Bei fiesestem Novemberwetter mitten im Hochsommer machten wir uns also trotz Nebel und Kälte auf ins tiefste Schöneberg, einen Grafen zu besuchen, der ukrainische Speisen feilzubieten hat. Der festliche hergerichtete Saal des Gasthauses erwartete uns menschenleer, was uns jedoch natürlich nicht abzuschrecken vermochte. Alsbald wurden wir auch von der Kellnerin begrüßt, die offenkundig aus den ehemals sowjetischen Staaten zu kommen schien.

Da wir bereits vorher die Online-Version der Speisekarte in Augenschein genommen hatten, wussten wir auch rasch, dass ein Bier der Marke “Obolon” zu bestellen sei, da Wikipedia vermerkte, dass es sich hierbei um die größte ukrainische Brauerei handele. Da unsere Bedienung dies jedoch (offensichtlich irrgeleitet) verleugnete, gab es für Bas ein russisches Baltika. Die weitere Auswahl sollte uns deutlich schwerer fallen, wies die Speisekarte doch eine mannigfaltige Auswahl aus. Aber zum Glück konnte hier die schon traditionelle Frage nach den besonders landestypischen Speisen unsere Auswahlkreise weit genug einengen, als dass eine Wahl recht zügig getroffen werden konnte. Entsprechend entschieden wir uns für einen Rote-Beete-Salat namens Burjachok als Vorspeise. Zur Hauptspeise kürten wir Petchenja Ukraina, einen Eintopf aus Schweinefleisch, Kartoffeln, Champignons, Zwiebeln und Paprika in wohlschmeckender Sahnesauce, und Kotelette auf Kiew Art, eine Art fritierte Hühnchenroulade und Kartoffelecken. Während der Salat schnell gebracht war, mussten wir auf die Hauptspeisen doch etwas länger warten, so das noch Zeit für ein zweites Оболонь (Obolon) blieb.

Sowohl Salat als auch die (anfangs sehr heißen) Hauptspeisen waren durchaus gut gewürzt, labend und sättigend. Vielleicht hätte uns das ganze noch besser gefallen, wenn die Kellnerin zwecks Biernachschub leichter herbeizuordern gewesen wäre und wir nicht den Eindruck gewonnen hätten, dass der Ort sonst nur für ukrainische Hochzeiten herhalte, während zu anderen Zeiten eher tote Hose herrscht. Immerhin Fußball wurde zu späterer Stunde wohl auf einem großem Bildschirm gezeigt, der hinter der Instrumenten-besetzten (wo war das Brautpaar, wo die Band?) Bühne an der Wand prangte. Obwohl wir aber nicht allzu traurig sein werden, wenn wir die osteuropäische Küche in ein paar Wochen erstmal hinter uns gelassen haben werden, verließen wir den Grafen jedoch satt und zufrieden.

Restaurant Graf
Martin-Luther-Str. 8
http://www.restaurant-ukraina.de
Preis für zwei Personen: 38,- EUR

Originalität
Service
Auswahl
Qualität
Restaurant
Preis/Leistung

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